Sobald grellbunte riesige Comicplakate von Henning Wagenbreth an strategisch wichtigen Ecken in einer Stadt zu entdecken sind, ist Andromeda Mega Express Orchestra nicht weit. Diesmal heisst es Bum Bum, wenn die von Daniel Glatzel angeführte 17köpfige Band auf der Bühne steht. Das zweite Album mit eben diesem einprägsamen Namen ist raus, und der Abschluss der Tour stieg gestern im Heimathafen Neukölln. Die Bühne war ziemlich vollgepackt, so kennt und erwartet man es von Andromeda:

Harfe und Oboe, Querflöte, Gitarre und Schlagzeug, Bass, Synthesizer und Vibraphon, Violine – genauso heterogen wie die Zusammensetzung der Musiker mit ihren Instrumenten ist auch die Bandbreite der Combo. Ob Jazz oder Klassikelemente, immer ist Perfektion und Freude am Spielen das dominierende Element. Stile prallen aufeinander, werden intelligent verwoben, driften voneinander weg und kommen wieder zusammen. Die Dynamik und die Energie der Musiker überträgt sich sofort auf das Publikum, das bereits zur Hälfte des Auftritts die Musiker erst nach minutenlangem Klatschen in die Pause entlässt.

Im vollbesetzten wunderschönen Saal des Heimathafens endet der lange Abend bei der Zugabe dann mit einer Hommage an Mozart, dessen Violinkonzert seziert, transformiert, verwurstet und wieder neu zusammengesetzt wird. Es ist eine Freude zuzuhören, es macht Spass die Freude am Spiel zu beobachten, die Energie im Saal zu spüren. Im Sommer soll eine Live-Platte eingespielt werden, dann im leeren Pool des Stattbad Wedding. Darauf freue ich mich jetzt schon!

 

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MEGA BUM BUM EXPRESS
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